Inkontinenz nach Prostata-OP – meist vorübergehend

Nach einer Prostata-Operation ist Urinverlust verbreitet und bessert sich bei vielen Männern in den Wochen und Monaten danach – frühzeitiges, angeleitetes Beckenbodentraining unterstützt die Erholung.

Arzt im Beratungsgespräch mit einem Patienten

Warum es dazu kommt

Bei der Operation wird der Bereich um den Schließmuskel beansprucht. Direkt danach kann die Kontrolle über den Harnabgang vorübergehend eingeschränkt sein – besonders bei Belastung wie Aufstehen, Husten oder Heben.

Der typische Verlauf

Viele Männer erleben eine deutliche Besserung über Wochen bis Monate. Ein früh begonnenes, fachlich angeleitetes Beckenbodentraining ist dabei ein etablierter Baustein. Bleibt die Inkontinenz längerfristig bestehen, gibt es weiterführende Optionen, die urologisch besprochen werden.

Versorgung in der Erholungsphase

In den ersten Wochen ist der Bedarf oft höher und nimmt dann ab. Sinnvoll ist, die Versorgung dem sich ändernden Bedarf anzupassen, statt dauerhaft das stärkste Produkt zu tragen. Eine Beratung hilft, die passende Stärke je Phase zu finden. Die Versorgung auf Kassenkosten lässt sich über das Rezept regeln.

Häufige Fragen

Wird das wieder vollständig besser? Bei vielen Männern bessert es sich deutlich. Anhaltende Beschwerden lassen sich urologisch weiter behandeln.

Wann mit Beckenbodentraining beginnen? Das stimmen Sie mit der behandelnden Praxis ab; häufig wird ein früher, angeleiteter Beginn empfohlen.

Quellen & Stand: Deutsche Gesellschaft für Urologie; Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.; AG GGUP. Stand: 06/2026.